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Warum Ceramide für deine Haut unverzichtbar sind

  • Autorenbild: Nelli Fazio
    Nelli Fazio
  • 28. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Nov. 2025

Ceramide gehören zu den wichtigsten und zugleich am häufigsten unterschätzten Wirkstoffen in der Hautpflege. Sie sind essenzielle Bausteine der Hautbarriere und damit entscheidend für eine gesunde, hydratisierte und widerstandsfähige Haut. Viele Hautprobleme – von Trockenheit bis Sensibilität – haben ihren Ursprung in einem Ceramidmangel.



In diesem Beitrag erfährst du, was Ceramide sind, welche zentrale Rolle sie für die Haut spielen, wie du einen Mangel erkennst und wie du sie effektiv in deine Pflege integrieren kannst. Wissenschaftlich fundiert und einfach erklärt – damit du deine Haut noch besser verstehen und unterstützen kannst.


Was sind Ceramide?


Ceramide sind lipidähnliche Strukturen, die gemeinsam mit Fettsäuren und Cholesterin den größten Teil deiner Hautbarriere bilden. In der Hornschicht wirken sie wie der Mörtel zwischen den Ziegelsteinen und halten die Haut stabil, geschmeidig und geschützt.



Die wichtigsten Aufgaben der Ceramide:


  • Sie binden Feuchtigkeit in der Haut

  • Sie schützen vor Reizstoffen, Bakterien und Umweltfaktoren

  • Sie stärken die Hautstruktur

  • Sie unterstützen Regenerationsprozesse


Da Ceramide bis zu 50 % der Hornschicht ausmachen, sind sie essenziell für eine gesunde, widerstandsfähige Haut.


Warum sinkt der Ceramid-Gehalt?


Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass deine Haut Ceramide verliert. Das Ergebnis ist häufig eine empfindliche, trockene oder gestresste Haut.


Typische Auslöser für Ceramid-Mangel:


  • Hautalterung: Ab etwa 30 Jahren nimmt die Ceramidproduktion ab

  • Zu aggressive Pflege: starke Reiniger, häufige Peelings, falsch eingesetzte Wirkstoffe

  • Äußere Einflüsse: Kälte, trockene Luft, UV-Strahlung

  • Stress & Hormonschwankungen

  • Hauterkrankungen: wie Neurodermitis, bei denen die Barriere geschwächt ist


So zeigt sich ein Ceramid-Mangel:


  • Spannungsgefühl

  • Trockenheit trotz Pflege

  • Rötungen und Empfindlichkeiten

  • Schuppige Bereiche

  • Feine Linien wirken sichtbarer


Durch den Mangel steigt der transepidermale Wasserverlust (TEWL) – die Haut verliert schneller Feuchtigkeit und reagiert irritierter.


Wie wirken Ceramide in Pflegeprodukten?


Ceramide in Seren und Cremes können die Lipidstruktur der Haut nachbilden, auffüllen und reparieren. Besonders wirksam ist eine Kombination aus:


  • Ceramiden

  • Cholesterin

  • Fettsäuren


Diese sogenannte 3-Komponenten-Formel imitiert den natürlichen Aufbau der Hautbarriere und sorgt dafür, dass sie sich stabilisiert.



Wissenschaftlich belegte Vorteile:


  • Reduzierung von TEWL (Feuchtigkeitsverlust)

  • Stärkung der Barriere nach 1–4 Wochen

  • Weniger Rötungen und Irritationen

  • Glatteres, hydratisiertes Hautbild


Für wen sind Ceramide geeignet?


Für nahezu jeden Hauttyp – besonders jedoch für:


  • Trockene oder empfindliche Haut

  • Reife Haut

  • Gestresste oder gereizte Haut

  • Haut, die Retinol oder Säuren nutzt

  • Personen mit Barriereschäden oder Neurodermitis-Tendenzen


Wie integrierst du Ceramide in deine Routine?


Eine ceramidreiche Pflege wirkt am besten, wenn du sie in eine sanfte, hydratisierende Routine einbaust:


  1. Sanft reinigen – ohne aggressive Tenside

  2. Feuchtigkeitsschritt – z. B. Hyaluron

  3. Ceramid-Serum oder Ceramid-Creme

  4. Tagsüber Sonnenschutz, um die Barriere zu schützen, nur wenn du mehr als 2 Stunden an der Sonne bist.


Ceramide harmonieren hervorragend mit Wirkstoffen wie Retinol, Vitamin C und AHA/BHA, da sie die Barriere beruhigen und stärken.

Wie erkennst du Ceramide in der INCI-Liste?


Viele Kund:innen sind unsicher, ob ihre Creme überhaupt Ceramide enthält. Ein Blick auf die INCI-Liste (Ingredients) hilft weiter. Ceramide stehen dort meist unter präzisen wissenschaftlichen Bezeichnungen.


Unter diesen Begriffen findest du Ceramide:

  • Ceramide NP

  • Ceramide AP

  • Ceramide EOP

  • Ceramide NG

  • Ceramide NS

  • Ceramide AS

  • Ceramide AH


Am häufigsten begegnen dir: Ceramide NP, Ceramide AP und Ceramide EOP – diese gelten als besonders wirksam.


Weitere Barriere-Booster, die oft gemeinsam mit Ceramiden vorkommen


Produkte, die Ceramide enthalten, kombinieren sie oft mit weiteren hautidentischen Lipiden wie:


  • Cholesterol (Cholesterin)

  • Phytosphingosine

  • Sphingosine

  • Fettsäuren (Fatty Acids)

  • Linoleic Acid / Linolsäure

  • Caprylic/Capric Triglyceride


Diese Kombination ist besonders effektiv, da Ceramide zusammen mit Cholesterin und Fettsäuren am besten wirken – wie in der natürlichen Hautbarriere.


Worauf du beim Kauf achten solltest


  • Ceramide stehen meist weiter unten in der INCI-Liste – das ist normal, da sie schon in kleinen Mengen sehr wirksam sind.

  • Achte auf Bezeichnungen wie „Barrier Repair“, „Skin Barrier“ oder „Lipid Complex“ – diese Produkte enthalten meist Ceramide.

  • Eine Formulierung mit mindestens zwei Ceramiden + Cholesterin + Fettsäuren bietet die beste Wirkung.














Fazit: Ceramide sind die Grundlage für gesunde Haut


Unsere Ceramid-Woche hat gezeigt, wie wichtig dieser Wirkstoff für deine Hautgesundheit ist. Ceramide sorgen dafür, dass deine Haut:


  • Feuchtigkeit speichert

  • widerstandsfähig bleibt

  • weniger empfindlich reagiert

  • glatter und praller aussieht


Eine starke Barriere ist die Voraussetzung für echten Glow – und Ceramide gehören dabei zu den wichtigsten Bausteinen.

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