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Wie verändert sich die Haut im Winter?

  • Autorenbild: Nelli Fazio
    Nelli Fazio
  • 4. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Der Winter stellt unsere Haut jedes Jahr vor besondere Herausforderungen. Viele Menschen bemerken in dieser Zeit trockene Stellen, Spannungsgefühl, Rötungen oder eine allgemein empfindlichere Haut.


Doch warum passiert das eigentlich? In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie sich die Haut im Winter wissenschaftlich nachweisbar verändert – und warum eine angepasste Pflege in dieser Jahreszeit so wichtig ist.



1. Sinkende Luftfeuchtigkeit: Die Haut verliert mehr Wasser (TEWL)


Sobald es draußen kälter wird, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig heizen wir Innenräume stärker, was die Luft zusätzlich austrocknet.


Die Folge:➡️ Die Haut verliert mehr Feuchtigkeit nach außen.

Dieser Prozess nennt sich transepidermaler Wasserverlust (TEWL).


Was bedeutet das für die Haut?


  • Die obere Hornschicht trocknet schneller aus

  • Feuchtigkeit kann schlechter gespeichert werden

  • Die Haut fühlt sich gespannt und rau an

  • Feine Trockenheitslinien werden sichtbarer



Der erhöhte TEWL ist einer der Hauptgründe dafür, dass sich viele Menschen im Winter „ausgetrocknet“ fühlen – selbst mit ihrer üblichen Pflege.


2. Kälte verlangsamt die Durchblutung → Weniger Lipide, schwächere Barriere


Bei niedrigen Temperaturen ziehen sich die Blutgefäße der Haut zusammen, um Wärme zu sparen. Dadurch erhalten die Hautzellen weniger Sauerstoff und Nährstoffe.


Das hat zwei wichtige Effekte:

1️⃣ Die Talgdrüsen produzieren weniger Lipide

2️⃣ Die Hautbarriere wird dünner und durchlässiger


Lipide sind essenziell für eine starke Barriere – besonders Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren. Fehlen diese, wird die Haut:


  • anfälliger für Reizstoffe

  • empfindlicher

  • schneller gerötet

  • weniger widerstandsfähig gegen Wind und Kälte


Die Barriere ist das Schutzschild der Haut – im Winter ist sie häufig geschwächt.



3. Risse in der Hornschicht: Mikroschäden durch Temperaturwechsel


Der ständige Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer, trockener Innenluft ist purer Stress für die Haut.



Diese „Schockmomente“ führen zu:


  • Mikro-Rissen in der Hornschicht

  • Störung der Hautflora (Mikrobiom)

  • erhöhter Empfindlichkeit


Viele Menschen berichten deshalb über brennende Wangen, rote Nasenpartien oder juckende Stellen – das ist eine direkte Folge mikrostruktureller Schäden in der obersten Hautschicht.


4. Langsamere Regeneration: Die Zellerneuerung nimmt ab


Die Hautzellen teilen sich in der kalten Jahreszeit langsamer. Der Zellstoffwechsel reduziert sich, weil weniger Durchblutung und Energie zur Verfügung stehen.


Das zeigt sich durch:


  • fahleren Teint

  • weniger Strahlkraft

  • rauere Hautoberfläche


Winterhaut wirkt deshalb oft „matt“ – nicht, weil sie schlecht gepflegt ist, sondern weil biologische Prozesse verlangsamt werden.


5. Make-up setzt sich schneller ab


Durch Trockenheit und Barriere Verlust ist die Oberfläche der Haut uneben.

Dadurch:


  • haftet Make-up schlechter

  • setzt sich in Linien und Schüppchen ab

  • wirkt weniger gleichmäßig


Viele Kund*innen denken, das liege am Produkt – tatsächlich liegt es am Hautzustand.


6. Die Haut wird empfindlicher gegenüber Reizstoffen


Eine geschwächte Barriere bedeutet:


  • Allergene und Schadstoffe dringen leichter ein

  • Entzündungen entstehen schneller

  • Rötungen nehmen zu

  • Die Haut reagiert intensiver auf Pflegeprodukte


Deshalb verträgt die Haut im Winter oft weniger Wirkstoffe und braucht mehr Schutz.


Fazit: Winter verändert die Haut tiefgreifend – aber vorhersehbar


Der Winter bringt eine Kombination aus Kälte, trockener Luft und verlangsamten biologischen Prozessen. Das führt zu:


  • mehr Feuchtigkeitsverlust

  • weniger Lipiden

  • schwächerer Barriere

  • erhöhter Empfindlichkeit

  • fahlerem Teint


Die gute Nachricht: Mit der richtigen Winterpflege lässt sich jeder dieser Effekte ausgleichen – mit Feuchtigkeit, Lipiden und einer stärkenden Hautbarrierepflege.


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